Sonntag, 31. Dezember 2017

34C3 Eindrück von Außen

Leider war es mir aus gesundheitlichen Gründen kurzfristig nicht vergönnt, am 34. Chaos Communication Congress (34C3) teilzunehmen.

 Der Körper zu schwach für die Strapazen, der Geist aber klar, habe ich vom heimischen Sofa den Kongress verfolgt. Viele Vorträge per Stream verfolgt, Twitter, Facebook, IRC und Google-Plus verfolgt und viel gechattet.

Der Kongress fand zu ersten Mal in Leipzig statt.

Mir kam zu Ohren, es seien 15e3 (fünfzehntausend) Menschen auf dem Kongress vor Ort gewesen.

Im Vorfeld gab es schon Bedenken, wegen der Sicherheit verschiedenen Menschengruppen in Sachsen. Das ganze wurde natürlich noch verstärkt dadurch, dass in einigen Städten Chanukka-Feierlichkeiten abgesagt wurden, weil Bund bzw. Länder nicht genügend Personal für die Sicherheit der Bürger bereitstellen wollten.

Wie war mein Eindruck vom Kongress?

von meinem Sofa aus betrachtet


Natürlich sollte bedacht werden, dass auch ich nur aus meiner eigenen Wolke berichten kann. Jeder hat seine eigene Wolke, aus der ein Ausbruch schwierig ist.

Was die Vorträge in den vier Hauptsälen betrifft, wird der Kongress in meinen Augen leider jedes Jahr schlechter. Immer mehr Vorstellungen von Master- und PhD-Arbeiten statt Vorträge von erfahrenen Hackern und Verfehlungen bezüglich Freiheit, Menschen- und Grundrechte der Regierungen und Behörden.

Leider kann ich nicht beurteilen, wie die selbstorganisierten Sessions waren, da sie nicht aufgezeichnet und gestreamt werden. Viele Titel und Beschreibungen klangen auf jeden Fall sehr Vielversprechend.

Das ist aber auch schon meine Erfahrung aus der Vergangenheit, dass viele selbstorganisierte Sessions interessanter sind, als die Vorträge in den Hauptsälen.

Aber wer geht schon zum Kongress, um Vorträge zu hören? Ich bin nicht die Einzige, die den Kongress gerade wegen des Socialisings liebt. Interessante Leute treffen, Diskussion führen, Ansichten austauschen, Kontakte pflegen, ...

Von den Leuten vor Ort ging durch meine Wolke ziemlich viel negative Kritik, sowohl zum Veranstaltungsort als auch zur Stadt Leipzig, die ich hier auflisten möchte.


  • Die Vortragssäle konnten in keiner Weise mit den großen Theater in Hamburg mithalten.
  • Es gab keine Tische in den Vortragssälen
  • Die Bestuhlung war unbequem
  • Es gab bei weitem zu wenig sanitäre Anlagen
  • Einige Herren konnten sich auf Unisextoiletten nicht benehmen
    • Sie liessen die Kabinentüren offen stehen, während sie ihren Geschäften nachgingen
    • Sie setzten sich nicht und  hatten es nicht so mit der Treffsicherheit
  • Die Garderobe war zu klein
  • Die Assembly-Halle war zu dunkel
  • Das Preis-Leistungsverhältnis des Essens passte in keiner Weise (zu schlechte Qualität für zu hohen Preis)
  • Es gab kein Angebot an Snacks in Fußreichweite ausserhalb des Kongress
  • Das horizontale Gewerbe war in keiner Weise so geschäftstüchtig wie in Hamburg (es wurde im Eingangsbereich nicht gesichtet)
    • Es gab Berichte über Belästigung in meiner Wolke (in den vergangenen Jahren aus HH und B gab es keinen einzigen Bericht darüber)
  • Die Elektronikfachgeschäfte waren weit entfernt (ob das jetzt wirklich ein Nachteil ist, kann ich nicht beurteilen)
  • Die Zimmerservice in einigen Hotels haben versagt. Die Hotels waren nicht bereit, Zimmer nach 10 Uhr morgens noch zu reinigen.
  • Die Geschäfte im Bahnhof haben zu früh geschlossen.

Fazit


Im großen und ganzen war der Kongress wie jedes Jahr: SUPER!!

Bei direkter Nachfrage, ob HH besser war als L, kam stets, es sei schwer zu sagen, L hätte jedenfalls weit mehr Platz und es sei alles ebenerdig. Aber es gab einiges in HH, dass in L nicht so realisiert werden konnte.

Sind Wohnungsnutzer generell Verbrecher?

Es ist mal wieder so weit, die Zähler müssen abgelesen werden.

Es gibt Ablesefirmen, die dafür Briefe, häufig im Namen unwissender Eigentümer, die den Wohnungsnutzern (in der Regel Mieter oder Eigentümer) gegenüber nicht nur Drohungen aussprechen, wenn sie die Ableser nicht in die Wohnung lassen, sondern auch noch unterstellen, dass alle Wohnungsnutzer Verbrecher sind.[1]

Egal wie bedrohlich die Briefe klingen, Ihr müsst niemanden ohne richterlichen Beschluss in Eure Wohnung lassen. Artikel 13 des Grundgesetzes sagt, dass die Wohnung unverletzlich ist.

Es ist Euer gutes Recht, die Zähler selbst abzulesen und die Daten dann zu Abrechnungszwecken Euren Eigentümern bzw. der Hausverwaltung oder sogar dem Ableseunternehmen mitzuteilen.

Viele Abrechnungsunternehmen machen gar nicht darauf aufmerksam, dass die Selbstablesung höchste Priorität hat, sondern sie weigern sich sogar, selbstabgelesene Werte anzunehmen und unterstellen sogar, dass die gesamte Bevölkerung aus unehrlichen Bürgern besteht, die bei der Selbstablesung zu betrügen versuchen.[2]

Klar missbilligen die Ablesefirmen die Selbstablesung, denn die Firmen bekommen ja Geld für jede Ableseung. Dass Selbstablesung immer vor Fremdablesung kommt und nicht verweigert werden darf, lässt sich unter anderem mit Grundgesetz Artikel 1, 2 und 13 begründen aber auch durch Datenschutz- und weitere Rechte.

Ihr müsste also nicht zu Hause auf den Ableser warten. Ihr müsst den Ableser nicht in Eure Wohnung lassen. Lest die Werte selbst ab und teilt sie Eurem Eigentümer oder der Hausverwaltung mit. Eine andere Möglichkeit, die bei uns im Hause super funktioniert: heftet die Werte außen an Eure Wohnungstür, so dass der Ableser sie mitnehmen kann.

In jedem Fall macht Euch Kopien von den Werten, damit Ihr die Abrechnung später prüfen könnt.

Wenn Ihr die Werte nicht selbst ablesen wollt, lasst den Ableser nicht allein in Eurer Wohnung. Notiert die Werte, die er abgelesen hat. Überzeugt Euch, dass die Werte richtig sind. Bedenkt aber, wenn der Ableser ein zweites Mal kommen muss, dann werden die dafür entstehenden Mehrkosten, wie Anfahrtskosten, nicht auf alle, sondern nur auf die umgelegt, die beim ersten Mal den Ableser nicht reingelassen und auch nicht vorher selbst abgelesen haben.


Kontrolle der Abrechnung


Wenn Ihr von Eurer Hausverwaltung / Eigentümern die Abrechnung bekommt, lasst Euch in jedem Fall die Wasser- und Heizungsabrechnung der Abrechnungsfirmen zeigen. Kontrolliert, ob Eure Werte passen.

Wenn Ihr Euch mit Euren Nachbarn gut versteht, macht das gemeinsam.

Vielleicht habt Ihr auch eine Person im Haus, die, wenn sie die Werte von allen Wohnungen bekommt, die gesamte Abrechnung prüfen kann.

Meine Erfahrung mit drei unterschiedlichen, namhaften Abrechnungsfirmen ist, dass die Abrechnungen in der Regel nicht passen. Lediglich mit den Stadtwerken habe ich hier immer gute Erfahrung gemacht.

So machen wir das ...


In unserem Haus sind alle Wohnungen Eigentumswohnungen. Einige Eigentümer, wie wir, nutzen die Wohnung selbst, andere haben sie vermietet. Wir haben eine super Hausgemeinschaft.

Wir lesen am 1. Januar gemeinsam alle Wasserzähler, sowie den allgemeinen Strom- und Gaszähler ab und ich übertrage dann die Werte an die Ablesefirma, Stadtwerke und die Hausverwaltung.

Anschließend erstelle ich eine Verbrauchsabrechnung, die ich gemeinsam mit unserer Hausverwaltung als Prüfmatrix nutze, um die Abrechnung der Abrechnungsfirma zu prüfen. Stimmt meine Abrechnung mit der, der Abrechnungsfirma überein, ist alles in Ordnung. Stimmt sie nicht überein, finde ich gemeinsam mit der Hausverwaltung den Fehler. Der Fehler könnte ja auch bei mir liegen, aber in der Regel werden wir in der Abrechnung der Abrechnungsfirma schnell fündig.

Wenn dann die Mieter die Abrechnungen von ihren Eigentümern bekommen, kommt der eine oder andere Nachbar zu mir, um zu prüfen, ob seine Abrechnung passt. Ich zeige und erkläre ihm dann die  Berechnung.

Was ist mit Heizung?


Das ist komplizierter. Aber auch das lässt sich überprüfen, wenn man weiss, wie es berechnet wird. Abgesehen davon gibt es für Heizung verschiedene Abrechnungsverfahren.

Wasserzähler sind einfach ablesbar und der Verbrauch lässt sich einfach überprüfen.



[1] Der Brief von der Firma, die wir mit der Abrechnung beauftragt haben, ist dieses Jahr erstaunlich milder als letztes Jahr. Aber, ich habe als Eigentümerin der Ablesefirma letztes Jahr auch deutlich gesagt, dass ich den Tonfall in ihren Briefen missbillige und sie auf Artikel 13 des Grundgesetzes aufmerksam gemacht.

[2] In den letzten 25 Jahren, die ich mich selbst als Mieterin, als Eigentümerin und als Assistentin anderer Eigentümer mit Abrechnungen befasst habe, habe ich keinen einzigen Wohnungsnutzer erlebt, der bei der Ablesung schummelt. Und ich habe bei den Abrechnungen mehrerer hundert Wohnungen geholfen. Die Summe der Verbräuche einzelner Wohnung passte immer im Rahmen der Toleranz mit dem am Hauptzähler gemessenen Verbrauch überein.

Dienstag, 4. Juli 2017

Schnelle Krautpfanne

Servierfertig in ca. 30 Minuten

Zutaten für vier Personen:

5 Rindsbratwürste (am Besten vom Biohof)
1 Packung Sauerkraut (500 gr.)
1 Becher Saure Sahne (200 ml)
2-3 Lauchzwiebeln
6 mittelgroße Kartoffeln
Öl zum anbraten
Salz
Pfeffer
Muskat

Kartoffeln schälen und in kleine Würfel oder dünne Scheiben schneiden. Je feiner die Kartoffeln zerkleinert werden, desto schneller ist das Essen fertig.

Öl in einer Pfanne erhitzen und die Kartoffeln anbraten.

Bratwürste in fingerdicke Scheiben schneiden und zu den Kartoffeln geben.

Lauchzwiebeln klein schneiden und mit in die Pfanne geben und mit den Kartoffeln und Würstchen vermengen, sobald die Kartoffeln fast fertig sind.

2-4 Minuten später das Sauerkraut in die Pfanne geben und alles vermischen. Dem Sauerkraut 2-4 Minuten Zeit geben, so dass es richtig warm wird.

Die Saure Sahne unterheben und alles mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.